Was kostet es, ein Fenster auszutauschen?
Viele Hausbesitzer in Österreich stellen sich früher oder später die Frage: Was kostet ein Fenster austauschen? Die Antwort hängt von verschiedenen Faktoren ab – vom Material des Fensterrahmens, der Verglasung, dem Montageaufwand und dem Zustand des Gebäudes. In diesem Artikel erfahren Sie, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, welche Preisunterschiede es je nach Fenstertyp gibt und wie Sie beim Austausch sparen können.
1. Welche Faktoren beeinflussen den Preis?
Bei einem Fensteraustausch variieren die Kosten stark – je nach Material, Verglasung, Einbausituation und Umfang der Arbeiten. Zu den wichtigsten Faktoren gehören:
Material des Fensterrahmens
Das Material des Rahmens ist einer der größten Kostentreiber:- Kunststofffenster sind in Österreich am günstigsten und kosten meist zwischen 450 € und 850 € pro Fenster inkl. Einbau.
- Holzfenster kosten rund 20–30 % mehr, also zwischen 600 € und 1.000 €, bieten dafür eine natürliche Optik und gute Wärmedämmung.
- Holz-Alu-Fenster kombinieren Design und Langlebigkeit – hier müssen Sie mit 850 € bis 1.200 € rechnen.
- Aluminiumfenster sind die Premiumvariante: Sie sind sehr stabil, aber auch teuer – durchschnittlich zwischen 1.000 € und 1.500 € pro Fenster.

Art der Verglasung
Die Verglasung beeinflusst sowohl den Preis als auch die Energieeffizienz.
Ein Fenster mit 3-fach-Verglasung kostet etwa 10–15 % mehr als eine Zweifachverglasung, bietet jedoch deutlich bessere Dämmwerte und senkt langfristig die Heizkosten. In Neubauten ist 3-fach-Verglasung Standard, während bei Sanierungen häufig noch 2-fach-Verglasung verwendet wird.
Größe und Sonderformen
Je größer das Fenster, desto höher die Gesamtkosten. Ein klassisches Standardfenster (ca. 1,3 × 1,3 m) ist deutlich günstiger als große Schiebeelemente, Panoramafenster oder Rundbogenformen. Sondermaße können den Preis um bis zu 40 % erhöhen.
Einbausituation
Im Altbau entstehen zusätzliche Aufwände: Demontage der alten Fenster, Entsorgung, Anpassung des Mauerwerks und anschließende Putzarbeiten. Diese Arbeiten schlagen mit 200–400 € pro Fenster zu Buche. Im Neubau entfällt dieser Aufwand, wodurch die Montage insgesamt günstiger ist.
Regionale Unterschiede und Montageaufwand
Auch in Österreich spielen regionale Unterschiede eine Rolle. In Wien oder anderen großen Städten liegen die Handwerkerkosten oft um 10–15 % höher als in ländlichen Gebieten. Faktoren wie Anfahrt, Stockwerkshöhe oder Gerüstpflicht können die Montage zusätzlich verteuern.
Zusatzfunktionen und Ausstattung
Extras wie integrierte Rollläden, elektrische Steuerung, Sicherheitsbeschläge oder spezielle Schallschutzverglasung erhöhen den Preis pro Fenster teils um 100–300 €, bieten dafür aber mehr Komfort und Sicherheit.

2. Richtwerte für Österreich
Damit Sie sich eine realistische Größenordnung verschaffen können, hier typische Preisangaben für den Fensteraustausch in Österreich:
- Pro Fenster inkl. Einbau liegt die Spanne laut aktueller Quellen bei etwa 450 € bis 1.200 €.
- Pro Quadratmeter Fensterfläche kann man je nach Material und Verglasung grob mit folgenden Werten rechnen:
- Kunststofffenster: ca. 280 – 350 €/m².
- Holzfenster: ca. 350 – 400 €/m².
- Aluminiumfenster: ca. 500 – 600 €/m².
- Beispielrechnung Haus mit ~12 Fenstern: Gesamtkosten inklusive Montage zwischen 7.500 € und 13.000 € möglich.
3. Beispiel-Kalkulation
Um das Ganze greifbarer zu machen, hier eine Beispielrechnung – auf Basis Ihres Musterdaten-Ansatzes, lokalisiert für Österreich: Angenommen: Gesamtfensterfläche 23,94 m² (z. B. Austausch mehrerer Fenster) Wir nehmen an, es handelt sich um Altbau mit Demontage, Entsorgung und etwas Maurer-/Putzarbeiten:
- Material inkl. Fenster inkl. Verglasung (Standardqualität Kunststoff, 3-fach Verglasung): angenommen ~350 €/m² → 23,94 × 350 ≈ 8.380 €.
- Montage, Demontage, Entsorgung, ggf. Putz-/Mauerarbeiten: z. B. pauschal 2.000 €
- Gesamtkosten: 10.400 €.
Wenn statt Standardqualität ein höherwertiges Material gewählt wird (z. B. Holz-Alu, Spezialglas), könnten wir bei ~550 €/m² rechnen: 23,94 × 550 ≈ 13.167 €, plus Montage etc. – Gesamt z. B. ~15.000 €.
4. Was sollte im Angebot enthalten sein & worauf Sie achten sollten
Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollte das Angebot folgende Punkte enthalten:
- Demontage und Entsorgung der alten Fenster.
- Lieferung und Montage des neuen Fensters, inklusive Abdichtung.
- Materialdetails: Fensterrahmen, Verglasung, Beschläge.
- Einbausituation: Altbau vs. Neubau, ggf. Zusatzkosten.
- Zusatzleistungen: Rollläden, motorisierte Systeme.
- Fördermöglichkeiten: Hinweis auf mögliche Zuschüsse.
- Garantie & Qualitätssicherung: Montage nach RAL.

5. Fazit – lohnt sich der Austausch?
Der Fensteraustausch ist eine lohnenswerte Investition. Durch den Austausch alter Fenster können Sie nicht nur den Energieverlust deutlich senken, sondern auch den Wohnkomfort erhöhen und den Wert Ihrer Immobilie langfristig steigern. Besonders in älteren Häusern lohnt sich der Austausch von Fenstern, da veraltete Fenster oftmals schlecht isolieren und zu hohen Heizkosten führen. Aber auch moderne, energieeffiziente Fenster bieten zahlreiche Vorteile – von besserer Wärmedämmung bis zu mehr Lärmschutz.
Tipps, wie Sie beim Fensteraustausch sparen können
- Vergleichen Sie Angebote: Um die besten Preise zu finden, ist es wichtig, verschiedene Anbieter zu vergleichen. So finden Sie die besten Optionen für Ihr Budget.
- Wählen Sie die richtige Verglasung: Der Unterschied zwischen 2‑fach und 3‑fach-Verglasung kann sich erheblich auf Ihre langfristigen Heizkosten auswirken. Auch wenn 3‑fach-Verglasung teurer ist, wird sie über die Jahre Ihre Kosten für Heizung und Klimaanlage deutlich senken.
- Nutzen Sie Fördermöglichkeiten: Viele Städte und Gemeinden in Österreich bieten Förderungen für den Austausch von Fenstern, besonders wenn Sie sich für energieeffiziente Lösungen entscheiden.
- Beachten Sie die Materialwahl: Kunststofffenster sind günstiger, bieten jedoch immer noch sehr gute Dämmwerte. Holz- oder Aluminiumfenster sind teurer, bieten aber eine höhere Lebensdauer und verbessern die ästhetische Wirkung des Hauses. Die Wahl des Materials sollte auf Ihre langfristigen Ziele und Ihr Budget abgestimmt sein.
- Berücksichtigen Sie die Einbausituation: Bei Altbauten müssen oft zusätzliche Kosten für Demontage, Entsorgung und Maurerarbeiten eingeplant werden.
